Golfturniere


Siemens Austrian Ladies Open

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Infos zum Turnier Siemens Austrian Ladies Open
Veranstalter: 
Website:
Infos:
GC Föhrenwald
www.ladiesgolfopen.at
Die Jüngste die Beste Die 18-jährige Marina Kotnik als beste Österreicherin. Gergely und Michl verputten und müssen auf die Tourschool. Laura Davies feiert ihren 40. Titel, den ersten in Österreich. Die Jüngste im Finale ist zugleich Österreichs Beste: die 18-jährige Marina Kotnik erreicht bei ihrem ersten Föhrenwald-Finale einen guten 31. Platz, auch die zweite Amateurin, Steffi Endstrasser, spielt mit der 73 stark. Enttäuschung bei Nicole Gergely und Stefanie Michl, die eiskalte Putter herumschleppen und nicht das notwendige Topergebnis erreichen um die Tourschool zu vermeiden. Marina KotnikKotnik spielt befreit auf Auf den schweren Front 9 von Föhrenwald gibt Marina Kotnik den ersten Schlag ab: am 2. Grün will der Par-Putt nicht fallen. Dafür attackiert sie mutig die Fahne im 6. Grün und belohnt sich auf dem Par 3 mit dem Birdie. Das gibt Auftrieb, am Par 5 der 9 gelingt der nächste Schlaggewinn. "Ich habe mir heute keinen Druck gemacht, einfach locker gespielt."
Auf den letzten 9 kommen jedoch die Probleme: mit Bogey an der 11 und Doppelbogey am Par 3 der 14 droht sich Kotnik um die gute Arbeit der ersten 45 Löcher zu bringen. "Beide Male im Grünbunker gelandet, an der 14 noch einen Dreiputt als Draufgabe." Am langen Par 4 der 17 krönt die 18-jährige Nationalteamspielerin ihre feine Leistung mit einem Birdie: 73 Schläge, 1 über Par. Platz 31 bei ihrem ersten Föhrenwald-Finale: "Ich bin sehr zufrieden, dieses Ergebnis ist klar über meinen Erwartungen," freut sich die Maturantin, die sich im nächsten Jahr ganz aufs Golfspielen konzentrieren will: "Ich will mir aber Zeit lassen, bevor ich darüber nachdenke vielleicht Profi zu werden." Gergely kämpft mit stumpfem Putter Nicole_Gergely Nicole Gergely, perfekt gecoacht von Trainer Alexander Marx und dem texanischen Caddie Jack, eröffnet solide, das wichtige frühe Birdie will jedoch nicht fallen. "Ich habe nicht nah genug hingeschossen und es wollte heute kein einziger Birdieputt fallen." Mit einer Serie von Pars absolviert die Steirerin das erste Drittel des Platzes. Stress kommt erstmals am kurzen Par 4 der 7 auf, wo sich Gergely ein Bogey einfängt. "Ein fettes Eisen 9 vom Fairway. Dafür habe ich an der 8 einen tollen Save gemacht," kämpft sie sich vom Fairway- zum Grünbunker und locht aus dem Sand fast noch ein. Auf den Back 9 das gleiche Bild: das eine ums andere Mal kriecht der Ball über die Lochkante. Die besten Momente hat Gergely bei den Saves: zweimal im Bunker an der 11, wieder tapfer das Par gerettet. Auf den Par 5 vergibt sie noch gute Birdiechancen, nach dem letzten Putt zum Par schupft sie den Ball ins Wasser: "Wenn nichts fällt, kannst halt nichts machen. Obwohl ich gut geputtet habe, kein Dreiputt auf den letzten 36 Löchern. Ich hoffe, es geht sich für die Conditional Card aus," hofft sie dennoch in den Top 90 der Order of Merit zu landen. Denn nach der birdielosen 73 zum Abschluß und bei 2 über Par gibt es mit Platz 39 nur einen kleinen Scheck Stefanie MichlAuch Michl verputtet Stefanie Michl wartet geduldig auf das erste Birdie, das aber in der Anfangsphase nicht fallen will. Dafür bekommt die Murstätterin Probleme an der kurzen 4 sowie am ersten Par 3, wo sie jeweils mit Bogey vom Grün marschiert. "Beide Male mit Dreiputt, ich habe einfach heute nicht mehr gut geputtet." Die Front 9 liegen ihr auch am Finaltag nicht, wie schon am Vortag benötigt sie dafür 39 Schläge (2 über Par). Bunt verlaufen die Back 9, auch wenn sie von der 10 weg 6 Pars in Folge spielt: "An der 13 habe ich in den Wassergraben geschossen, bin ins Wasser reingestiegen. Die nassen Füsse haben sich ausgezahlt," rettet sie spektakulär das Par. Die Puttmisere geht im Finish weiter: "Dreiputts an der 16 und 17 zum Bogey, da war es wie eine Ironie, das am Schlussloch der einzige Birdieputt gelungen ist." Mit der 75 fällt Michl auf 2 über Par zurück. Steffi hat auf den Front 9 zu kämpfen Stefanie EndstrasserStefanie Endstrasser gelingt zwar programmgemäß mit Pitch und Putt das Birdie am Par 5 zur Eröffnung, die Tirolerin spielt in der Folge jedoch zu ungenau und muß vier Bogeys bis zum Halbzeitturn hinnehmen. "Zuerst ein Dreiputt und dann Standard-Bogeys mit Chip und zwei Putts. Der Platz ist nicht leicht, wenn man ein Grün verfehlt ist es sehr schwer das Par zu retten." Auch die Back 9 eröffnet die 20-jährige mit Birdie: "Das hat gut getan nach den Bogeys an den Vortagen." Nächster Schlaggewinn an der schweren 13, trotz mißglücktem Abschlag: "Da musste ich über die Bäume spielen und habe aus 7 Metern eingelocht." Auf den letzten beiden Par 5 fallen die Birdieputts nicht mehr, dafür gelingt der US-Collegestudentin noch ein wichtiger Sand Save an der 17. Mit der 73er-Runde kommt sie auf Platz 45 in die Wertung, um ein paar Ränge besser als bei ihrem ersten Föhrenwald-Finale vor zwei Jahren. Davies macht ihr Score mit Eagles Laura DaviesLaura Davies baut bereits auf den Front 9 ihren Vorsprung auf Titelverteidigerin Sophie Gustafson auf 5 Schläge aus. Wie schon an den Vortagen gelingt der Engländerin ein Eagle, diesmal am Par 5 der 9. "Einen besseren Drive gehabt und nur noch ein Eisen 7 ins Grün. Wichtig war, daß Sophie den kürzeren Eagle-Putt hatte, den nicht machen konnte, ich aber schon." Die Schwedin leistet sich zuvor am Par 4 der 5 ihre einzigen Schlagverluste: und das gleich mit einem Doppelbogey. Zu Beginn der Back 9 verkürzt Gustafson mit Birdie den Rückstand auf drei Schläge, da Davies ein Bogey spielt. Im Gleichschritt scoren die Flightpartnerinnen Birdies an der 12 und 15, Davies lässt Gustafson nicht herankommen. Am Schlussloch setzt Sophie noch einmal alles auf eine Karte, attackiert mit dem langen Eisen das Grün, bleibt aber zu kurz, der Ball landet im Wasser. Davies erreicht dagegen sicher das Vorgrün und beendet das Turnier stilgerecht mit Pitch und Putt zum Birdie - ohne große Jubelgeste: "Bei vier Schlägen Vorsprung hätte ich es dumm gefunden, Freudensprünge beim letzten Putt aufzuführen," bleibt der große Jubel in diesem Moment aus. Laura DaviesMit der 66 landet Englands Golfdenkmal bei 16 unter Par einen klaren Sieg, der 37.500 Euro wert ist, vier Schläge vor Gustafson und 9 Schläge vor Virginie Lagoutte-Clement (Fra) und Kirsty Taylor (Eng). Für Davies ist es der 40. Titelgewinn und nach mehreren zweiten Plätzen der erste Austrian Open-Sieg. "6 Mal habe ich es hier versucht. Jetzt kann ich sagen: ein weiteres Land erobert," schmunzelt die Engländerin in ihrem 23. Profijahr. "Auf 80 Siege will ich es noch bringen, ein paar Jahre gebe ich mir dafür noch Zeit!"
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